Theater im Häusle
2007
der schwäbische Ölscheich

(Originalfassung „der bayrische Ölscheich von Karl-Heinz Karmann)
schwäbische Fassung: Ingrid Söll 

In diesem kommunalpolitischen Stück muss Bürgermeister Haberstroh erfahren, dass seine Gemeinde Diegelsberg bei der neuen Gebietsreform zum Nachbarort Baiereck eingemeindet werden soll. Er möchte alles versuchen dies abzuwenden. Er will dies mit einem Brief an die Landesregierung verhindern.

Leider ist ihm nicht bekannt, dass seine Tochter ein Verhältnis mit dem Sohn der neugewählten und ihm unbekannten Bürgermeisterin aus Baiereck hat. Er wollte sie lieber mit dem naiven, aber reichen Bauernsohn Stefan verkuppeln. Außerdem hat sein treuer Knecht und Gemeindeschreiber eine heimliche Verlobte – die Schwester der Baierecker Bürgermeisterin. Aus lauter Loyalität ist er nicht bereit diese zu heiraten.

 

 


Ein Telegramm von einem unbekannten Scheich ändert alles. Es soll Öl unter dem Sturzacker von Bürgermeister Haberstroh lagern. Nun ist er nicht mehr auf das Geld von den besonders gescheiten Schimmelbauers angewiesen. Der Scheich kündigt sich an. Alles muss auf Hochglanz gebracht werden. Er soll sich schließlich wohl fühlen und mit bestem Essen und Trinken bewirtet werden. Ein Empfang mit Schuhplattler und Bauchtanz wird zur Begrüßung eingeübt.

Als die Baierecker in Verkleidung eines Scheiches mit Anhang auftauchen, gibt es natürlich etwas schwäbisch-ariabische Verständigungsproblem. Aber man einigt schnell von einer eher vegetarischen auf eine schweinfleischhaltige Kost. Willy und Max schöpfen keinerlei Verdacht über das falsche Spiel. Der Wohlstand ist das Ziel.

Unser Gemeindeschreiber Willy ist total in die Haremsdame Tchibo Omo Ariel verschossen, ohne es zu bemerken, dass sich seine eher abgestandene Ilse dahinter versteckt. Nach Tagen fliegt der Schwindel auf. In seiner Wut schießt Bürgermeister Haberstroh mit seinem Gewehr vermeintlich indirekt den falschen Scheich an. Leider war es jedoch der Gemeindeschreiber Willy. Michael, der falsche Schein und Freund von Tina versteckte sich jedoch die ganze Zeit im Ofen und traute sich erst dort wieder heraus, nachdem BM Haberstroh der Kopf ordentlich gewaschen wurde. Ilse beschloss, dass sie Willy heiraten muss. Tina bekam ihren Michael und die Bürgermeister begruben ihr Kriegsbeil. Auf sie wartete eine neue Herausforderung.