Das Jahr 2005 war wieder für unsere Truppe ein Erfolgsjahr - wir traten zehnmal auf. Die Karten für´s Häusle waren bereits nach dem 2. Spieltag für das ganze Jahr ausverkauft! Wir traten wegen den zusätzlich erhobenen hohen GEMA-Gebühren für das Jugendturnprogramm von 2 kurzen Musikeinlagen letztmalig in Ebersbach auf.
Die Jugend eröffnete das Programm mit dem Kaffeeklatsch.

Es handelte sich um einen Klatsch von 2 Damen, die mehr sein wollten als sie sind. Es ging um Reisen, Oper..... Dargestellt von Janina Söll, Anke Schmidt bzw. Katharina Jäger.
Als nächstes trugen unsere Lustigen Diegelsberger (Otto Zweigle, Irmgard Sieber und Helmut Schmidt) ihren Frühschoppen als VfB-Stuttgart-Fan vor.
Der Page (Besetzung: Bernd Greiner, Marina Meissnest bzw. Katharina Jäger) war clever. Denn nachdem ein Hotelgast einen 100 € Schein verloren hatte, brachte er 5 20 € Scheine mit, damit der Finderlohn garantiert war.
Bei der Biertischphilosophie blieb kein Auge trocken - Gerald Hotz und Toni Greiner sprachen über die und jene Begebenheit.
Den Höhepunkt in unserem Vorprogramm bildeten unsere Lustigen Diegelsberger mit dem Stück "Oh wie trügerisch sind Männerherzen", bei dem Otto seine ganze Comic zur Geltung brachte.
Das Vorprogramm hat die ganze Zuschauerschaft wieder einmal richtig angeheizt.


Bei der buckligen Verwandtschaft dreht sich alles um einen Schauckelstuhl - ein historischer Chippendale (Schippenstiel) - den Onkel Georg (Rolf-Thomas Greiner) von Tante Adelheid geerbt hat. Seine Nichte Elsbeth (Ingrid Söll), deren Bruder Eduard (Thomas Herfort) und seine Frau Thea (Claudia Wolfarth) wollen unbedingt den Stuhl ergattern. Der Bauer Georg weiht seine Haushälterin Christl (Irmgard Sieber) ein und teilt ihr mit, dass er auch noch den gesamten Schmuck geerbt hat. Zur Feier lädt er sie in den Ochsen ein. In dieser Zeit versuchen Elsbeth und Eduard den Stuhl zu stehlen und entdecken den Schmuck. Sie werden bei ihren Tätigkeiten aber überrascht. Es bleibt nur eine Flucht durch das Fenster übrig.
Als Georg und Christl dies entdecken, werden Gegenmaßnahmen eingeleitet und ein neuer Fund im Stuhl ergibt sich - weiße Päckchen. Es handelt sich im Rauschgift? Kurzentschlossen ordnet der Bauer eine Entsorgung durch das Klo an.

 

Um den Stuhl zu schützen baut der Bauer eine Alarmanlage ein. Christl hat einen Brief entdeckt, in dem die Tante Adelheid erklärt, dass es sich bei dem Schmuck im Imitationen handelt, und der echte Schmuck in kleinen Päckchen im Stuhl eingenäht ist. Als der Bauer mit Schadensfreude den falschen Schmuck in den Schrank stellt, erklärt ihm Christl, dass sie auf seine Anweisung den richtigen Schmuck das Klo hinuntergespült hat. Er ist am Ende, doch als ihn Elsbeth wieder auf den Stuhl anspricht, kommt ihm der Einfall, dass sie eine hauseigene Güllegrube besitzen. Zwischenzeitlich sind alle 3 Möchtegern-Erben eingetroffen und versuchen die Wertstellung des Stuhles und Schmuckes zu ermitteln. Dazu wird ein Ring entwendet. Als Elsbeth sich auf dem Stuhl niederlässt geht die Alarmanlage los und die 3 werden von Georg gestellt. Dabei wird festgestellt, dass er in der Jauchegrube geangelt hat - misteriös! Auf Thea´s Vorschlag Eduard auf dem Hof während seines Zwangsurlaubes zu beschäftigen, wird dieser kurzerhand zum Misten gegen seinen Willen abkommandiert.
Christl wird von den 3 Möchtegernerben als Magd degradiert. Sie kann in ihrem Kummer die Freude des Bauern über den Erfolg seiner Anglereien nicht teilen und ist der Meinung, dass der Bauer auf der Suche nach einer neuen Bäuerin ist.

Beim Kaffee hat der Bauer eine Idee. Er lässt durch Christl den falschen Schmuck in den Stuhl einnähen. Eduard beobachtet dies durch das Fenster. Somit ist der Diebstahl perfekt. Der Bauer erklärt Christl, dass er einen Teil des echten Schmuckes zur Bank gebracht hat - als Investition. Bei einem Telefonat mit dem Freund Oskar erfährt er, dass dieser seinen Anordnungen zufolge alle wertvollen Stücke aus dem in Konkurs geratenen Antiquitätenladen von Thea und Eduard billig aufgekauft hat. Nun taucht Elsbeth´s Bekannter (Edwin Scholz) - ein Juwelier - auf um den Ring zu schätzen und läuft in die Arme von Onkel Georg. Er erzählt im alles und Onkel Georg verrät ihm, dass es sich nur um Imitationen handelt. Er solle dies aber nicht Elsbeth sagen.
Georg gehen die Worte von Christl wegen einer neuen Bäuerin nicht aus dem Kopf und somit macht er ihr einen unromantischen Heiratsantrag. Christl ist verblüfft. Sie wollte ihn, aber das war zu spontan. Empört verlässt er den Raum und taucht später mit einem Trachtenanzug mit Strauß wieder auf und macht einen neuen etwas komplizierteren Antrag und Christl willigt ein. Als kleines Geschenk erhält sie eine echte Halskette. Dabei werden sie von Elsbeth erwischt. Nun wird die anstehende Heirat verkündet und die Verwandtschaft über die Erbschaft eingeweiht. Onkel Georg gibt seiner Verwandtschaft noch eine Chance an seiner Erbschaft teilzunehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass der verschwundene Ring wieder auftaucht. Inzwischen haben Thea und Eduard den Schmuck im Stuhl durch Kieselsteine ausgetauscht. Elsbeth plagt das Gewissen und nachdem ihr Gottlieb den Ring geschätzt hat - ohne ihr das wahre Ergebnis zu verraten - legt sie den Ring in die Schatulle zurück.
Onkel Georg und Christl feiern und bei einem Glas Sekt erzählt er von seinen Aktionen, die er mit den Antiquitäten unternommen hat. Als Christl den Ring entdeckt, ist er bereit die Bankrotteure nochmals zu unterstützen. Doch da finden sie die vertauschten Kieselsteine. Allen soll eine Lektion erteilt werden. Christl ruft alle zusammen. Onkel Georg lädt zur Erbschaft ein. Es wird so einiges klargelegt und als Erbe bekommt jeder einen Kieselstein im Gegensatz zu Christl, die den restlichen Schmuck erhält. Die Empörung über die Erbschaft ist groß. Es kommt soweit, dass Georg die ganze bucklige Verwandtschaft rauswirft.

Es handelte sich um ein ursprünglich bayrisch geschriebenes Theaterstück, das wir in hochdeutsch bekamen. Wir unternahmen Streichungen und eigene Kreationen. Das führte dazu, dass uns dieses Stück unheimlich beanspruchte. Es war jedes Mal eine Erleichterung, wenn alles klappte. Doch die Mühe lohnte sich.