"G'hopft wia G'spronga"   oder auch "Oh mei heilix Blechle"


Erich Eisele (Rolf-Thomas Greiner) hat beim Kartoffeleinkauf beim Bauern nach dem Genuss von mehreren Schnäpsen seinen geliebten Daimler rückwärts im Gülleloch versenkt.

Seine Frau Hilde (Irmgard Sieber) verliest ihm heftig die Levitten. Plötzlich erscheint die Polizei. Die Panik mit Erich´s Promille ist groß. Man muss Zeit für eine Lösung gewinnen. Essig und Zahnpasta sollen den Alkoholnachweis neutralisieren – wenn das stimmt was unser Oberstudienrat gelesen hat. Als Schulmeister weis er ja alles besser.
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Das Publikum konnte richtig mitfühlen als Hilde Erich die Zahnpasta verabreichte, nach-dem er zuvor ein Glas Essig getrunken hatte. Auch Beate bewundert ihren Vater. Und dies alles wegen dem Führer-schein.

RT Greiner, I. Sieber & A.Schmidt

Während Erich seinen Canossagang zum Hauptwachtmeister Schuster absolviert, muss sich Hilde mit einem kräftigen Schluck Schnaps beruhigen. Dabei erklärt sie ihrer Tochter Beate (Anke Schmidt) was Erich seither für ein gebildeter Gentlemen war. Erich hatte in der Zwischenzeit eine gute Ideen – er wusste ja nichts von Hilde´s spontanem Schnapsgenuss. Gegenüber HM Schuster erklärte er Hilde zum Fahren. Dieses kostete ihren Führerschein – Alles aus Liebe.
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Der Güllevideo muss her. Auch diese Verfolgungsjagd wird von Ewald gefilmt.

T.Herfort, I. Söll & I. Sieber
Kaum war der Führerschein weg, kam schon Tante Lina (Ingrid Söll) und ihr Mann Ewald (Thomas Herfort) mit einer Videokamera filmend. Sie musste ja wissen, was die Polizei hier suchte. Mit der Filmerei hat sie ihren Fleckentratsch rationalisiert und setzt dies auch noch mit Ihrem Videoverleih als ideale Einnahmequelle ein. Ihr neuster Renner ist die Versenkung Erich´s Daimler in der Güllegrube vom Koser´s Walter. Sie versucht einen guten Preis zu erzielen.

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Tante Lina berichtet über ihrer Tätigkeiten in Sachen Video - T. Herfort, I.Söll, RT Greiner & I. Sieber
Als Ewald allein mit Erich ist, bekommt dieser seine Abfuhr von Erich, der ihm schließlich den Posten als Hausmeister in der Schule beschafft hat. Bei einem Schnäpschen beruhigt man sich wieder. Bei diesem hört sich auch die ortbekannte Eierfrau Kätter (Claudia Wolfarth) nicht nein sagen. Ihre „pinguinwarme“ 8-wochenalte Eier bekommt sie nicht an den Mann und ihre Neugierigkeit wegen der Polizei wird auch nicht befriedigt.

Prost – es geht nichts über ein Schnäpsle – RT. Greiner, T. Herfort & C. Wolfarth
Kätter präsentiert ihre Eier – RT Greiner, T. Herfort & C. Wolfarth

Nachdem Erich an Ewalds Wissen mit Schnaps arbeitet, bekommt er heraus, dass Tante Lina die Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Aus lauter schlechtem Gewissen enthüllt er die Filmarbeiten an einem Sexfilm „Liebesgrüße aus dem Schießerfeinrippslip“ mit seiner Darstellerin Lina und überlässt ihn Erich.

Im 2. Akt dreht sich alles um den Video. Hilde bestellt Videos von ihrer Tochter Beate. Als sie zur Entspannung ihren Sissy-Video anschauen möchte, entdeckt sie einen nicht gekennzeichneten Video. Zu ihrem Entsetzen handelt es sich um einen Sexfilm. Sie war seither der Überzeugung, dass ihr Erich immer bis spät in der Nacht Klassenarbeiten korrigiert – und jetzt das!? Unglaublich. Es gibt jedoch keine Zeit zum Überlegen, denn schon ist Tante Lina mit ihren schnellen Füßen und ihrer schnellen Zunge da. Auch sie ist in der Zwischenzeit am Video interessiert, der sich im Videorecorder befindet. Solange Hilde kurz raus geht, startet sie den Film. Als Ewald diesen als Linas Sexfilm erkennt, schaltet er sofort den Fernseher aus und macht alles, dass Lina diesen nicht starten kann. Verwundert ist sie als Hilde die Fernbedienung zum Weinholen mit in den Keller nimmt.
Unser Oberstudienrat kommt etwas später in einem etwas angetrunkenen Zustand nach hause und findet Tante Lina und Ewald mit Hilde beim Genuss eines „Diegelsberger Weines“ (am Nordhang gewachsen - von der Sonne verschont) vor. Lina föppelt, so wie der ganze Ort, über sein neues, geleastes Japanerauto. Dieses hat er in Uhingen gelassen und ist mit einem Taxi heimgefahren, da er endlich einmal wieder mit einem Daimler fahren wollte. Als Lina und Ewald weg sind kommt es zur Aussprache. Erich begreift Hildes Anschuldigungen nicht. Beiden fällt ein Stein vom Herzen, als sie den Video länger laufen lassen, dass es sich um einen Sexfilm von Lina und Ewald handelt – dem Duo Infernale der Erotik.
Als zwischenzeitlich Kätter als Werbeträger für den Güllevideo eingesetzt wurde, kommt Beate auf die Idee den Güllevideo an das Fernsehen zur Sendung „Ihr Pech ist Gold wert“ zu senden. Wie kommt man nur an den Video? Lina vermisste ihren Erotikvideo. Ewald beichtete, dass er ihn Erich überlassen hat und er sich im Video-recorder steckt. Er muss her. Ewald erhält Redeverbot. Lina kennt sich mit der Bedienung eines „deutschen Gerätes“ nicht aus und die Fernbedienung fehlt immer noch.
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Ein guter Hausmeister hat immer sein Werkzeug dabei – I. Söll & T. Herfort

Als sie den Recorder mit einem Seitenschneider trennen will, kommt Erich dazu. Es kommt zur Verhandlung über einen Tausch. Als Lina den Erotikfilm hat, eröffnet sie, dass sie noch weitere Kopien hat und ihre Überlegenheit ausspielt, wird sie von Erich wieder auf den Boden gebracht, da auch er Kopien angefertigt hat. Da sieht man: Wer einen Japaner fährt ist zu allem fähig.

Der Realvideo in diesem Akt hielt uns dem ziemlich auf Trapp. Nach einer langen Anlaufzeit wurde er im Hause Sieber mit Ingrid und Thomas als Darsteller gedreht. Er entpuppte sich als Knüller. Aber auch die Technik während den Aufführungen spielte uns einige Streiche. Im Frühjahr wurden nach dem 1. Akt 2 Videorecorder organisiert, da sich der Video nicht mehr zurückspulen ließ. Im Herbst waren wir „besser“. Ein anderer Fernseher wurde beschafft – leider übertrug er das Videosignal nur in schwarzweiß. Vor dem 1. Akt bemerkten wir, dass der gleiche Fehler wie im Frühjahr auftauchte. Toni und Andreas holten unseren Recorder solange wir den ersten Akt spielten. Mit dem ging es. Beim nächsten mal versagten die Batterien und beim letzten mal drückte Irmgard vor lauter Aufregung ständig die falschen Tasten. Oh Technik.

Der Güllevideo wurde bei der Einsendung als Preisträger auserkoren. Im 3. Akt drehte sich alles um die Fernsehsendung. Für die Aufzeichnung musste die Wohnung auf Hochglanz gebracht werden. Kätter brachte ein riesiges Heiligenbild mit und ein übermäßiger Blumenschmuck wurde herangeschafft. Beim Reinigen weigerte sich Kätter. Somit musste halt wieder Erich zum Saugen herhalten. Er wird jedoch durch Tante Lina mit dem Ziehen des Stromsteckers vom Staubsauger unterbrochen. Verwundert über den extremen Reinigungsdienst, erklärt Erich, dass seine Familie einen Preis mit dem Güllevideo gewonnen hat und das Fernsehen ins Haus kommt. Lina ärgert sich, dass mit ihrem Video die Familie Eisele vermutlich 10.000 € gewinnt und ihre Mühe für das Verstellen des Gaszuges am Daimler und Aufwendungen für die Filmarbeiten nicht honoriert werden.
Die Kleiderauswahl gefällt Hilde nicht unbedingt. Dann ist es soweit. Herr van der Preis (Andreas Buchele), der sich als Sindelfinger entpuppt, steht als holländischer Showmaster vor der Türe und möchte eine Lifesendung

Muss der Gärtner denn auf einmal reich werden – I. Sieber, RT Greiner & C. Wolfarth

machen. Der Kameramann (Thomas Herfort) und der Tonassistent (Claudia Wolfarth) drehen die Wohnung um. Alle sind aufgeregt. Tante Hilde weigert sich die Wohnung zu verlassen und es wird nur der Empfang des Fernsehteams geübt.

Na wie sehe ich mit diesem schönen Kleid aus?

Muss das sein ?

Sieber & A. Schmidt


Ist wirklich alles sauber?

Und was für eine Hose soll ich anziehen? – Lass am besten die an die du anhast! – Wirklich?

Ein regelmäßiger Knüller war die Daimlerunterhose

Die Geschichte wurde erzählt und zweimal durch die Werbung unterbrochen. In der ersten Werbungspause mischte sich Tante Lina ein und verplatzte sich in die Mitte vom Sofa. Nun wurde es eng und Lina verpasste keine Gelegenheit sich in den Mittelpunkt zu stellen. Selbst beim Übergang zur 2. Werbung machte sie für ihren Videoverleih Werbung. Als in der 3. Aufzeichnung der Güllevideo zum Video des Jahres mit einem Gewinn von 30.000 € gekürt wurde, hat Erich mit dem Gewinn den Wunsch sich einen neuen Daimler zu kaufen was ihm jedoch sofort verwehrt wurde. Herr van der Preis war sichtlich fertig von dieser Sendung und Tante Lina war enttäuscht, dass sie nichts gewonnen hat.

Schaut das Fernsehen ist da!
T. Herfort, A. Buchele, I.Sieber, RT Greiner& A. Schmidt

Tante Lina drängte sich immer in den Mittelpunkt – auf diesem Sofa bewegt sich etwas
I. Sieber, I.Söll, A. Buchele & RT Greiner

Herr van der Preis eröffnete Beate, dass sie doch noch einen 2. Video eingeschickt habe und dass dieser auch einen Preis gewonnen hat. Alle mussten lachen, denn es war der Erotikfilm von Tante Lina und Ewald. Er wurde immerhin im Nachtprogramm gesendet und die Prämie war 5.000 €. Daraufhin entschloss sich Lina das nächste mal lieber ihren Ewald ins Gülleloch hineinzuwerfen – denn das bringt mehr.

Es war wieder einmal geschafft. Helmut Schmidt verabschiedete unsere Gäste und hofft auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Die meisten Stimmen waren erfreut und sagten spontan einen Besuch 2004 zu. Leider konnten nicht alle Kartenwünsche in diesem Jahr erfüllt werden. Vielleicht klappt es nächsten Jahr. Denn ein Besuch im Theater im Häusle ist etwas besonderes.

Geschafft – T. Herfort, C.Wolfarth,I. Söll, Theaterleiterin I. Sieber, RT Greiner, A. Schmidt & A. Buchele
Es fehlt Elfriede Zweigle – die gute Mutter im Hintergrund

Bei der Flurputztede wurde der große Sofa von der FFW transportiert
M. Schmidt & A. Buchele

Ein Dank geht auch an alle, die uns im Hintergrund unterstützen. Dem Wirtschaftsdienst, dem immer gleichen Theaterbedienungsteam Hotz & Sieber, unseren Manager Kurt Sieber und unseren Angehörigen.